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 Ein wenig ĂŒber uns Thai

VISAKHA BUCHA TAG

Am Dienstag, 29.05.2018 wird in Thailand der Visakha Bucha Tag begangen.

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennen lernen".

Der Visakha Bucha Tag ist der wichtigste buddhistische Feiertag in Thailand. Er wird begangen zum Gedenken an Buddhas Geburt, die Erleuchtung und seinen Tod. Es ist ein beweglicher Feiertag, d. h. der Tag, gilt als der Festtag, der auf den 15. Tag des zunehmenden Mondes im sechsten Mondkalender-Monat (normalerweise Mai) fÀllt.

Dieses religiöse Fest besteht seit der Sukhothai-Epoche, dem 13. Jahrhundert, als Sukhothai die Hauptstadt des alten Siams war. Damals wurde das Fest an 3 Tagen und 3 NĂ€chten begangen. Die Hauptaufgabe bestand in diesen Tagen darin, sich ausfĂŒhrlich mit den alten Schriften ĂŒber das Werk Buddhas zu beschĂ€ftigen.

Heute ist dieser Vorgang auf einen Tag beschrĂ€nkt. Es beginnt mit dem morgendlichen Gang zum Tempel. ZunĂ€chst werden RĂ€ucherstĂ€bchen angezĂŒndet und vor einem Buddhabildnis in ein GefĂ€ĂŸ gesteckt. Wer Blumen mitgebracht hat, legt vor seinen drei tiefen Verbeugungen vor dem Bildnis Buddhas und dem nachfolgenden Gebet, auch die Blumen nieder. Dann wartet man mit anderen Tempelbesuchern bis die Predigt beginnt. Die von den Mönchen abgehaltenen Gebete werden nicht in Sanskrit, der Sprache der Könige, sondern in Pali, der Sprache des Volkes abgehalten. Die Predigt ist in Thai, bzw. in der Sprache, die von der im Tempelumkreis wohnenden Bevölkerung in ihrem Alltag gesprochen wird.

Nach der Predigt bleiben einzelne Gruppen noch im Tempel und unterhalten sich mit den Mönchen oder dem Abt des Tempels. Die Mönche verzehren jetzt die mitgebrachten Speisen und wenn sie fertig sind, können auch die Besucher etwas essen. Anschließend gehen die meisten wieder nach Haus, um ihren tĂ€glichen BeschĂ€ftigungen nachzugehen.

Am frĂŒhen Nachmittag treffen sich die ersten Leute erneut im Tempel. Das eigentliche Festgeschehen beginnt mit Einbruch der DĂ€mmerung. Als Opfergaben werden RĂ€ucherstĂ€bchen und vor allen Dingen Lotus mitgebracht. Die LotusblĂŒte ist im Buddhismus das höchste Symbol fĂŒr die Erleuchtung, weil diese Blume ihre Wurzel im schlammigen Boden der Erde entfaltet, ihre BlĂŒten aber, die den Symbolgehalt des Geistes haben, sich nach der kosmischen Reinheit des Himmels strecken.

Zur AbenddĂ€mmerung wandeln dann die glĂ€ubigen Buddhisten dreimal um das HauptgebĂ€ude des Tempels. Dabei halten sie LotusblĂŒten, eine Kerze und drei RĂ€ucherstĂ€bchen in ihren HĂ€nden, in Erinnerung an Buddhas Geburt, seine Erleuchtung und den Tod. Gebetslitaneien geben dieser Prozession einen wĂŒrdigen Rahmen.

Nach dieser Hauptzeremonie bleiben die GlĂ€ubigen noch eine Weile auf dem TempelgelĂ€nde und unterhalten sich ĂŒber allgemeine Dinge des Lebens. In den StĂ€dten und Dörfern ist es an diesem Tage still. Es ist kein lautes Fest, sondern eine Feier innerer Einkehr, zur Verehrung Buddhas. Man geht am Abend auch nicht etwa aus, um diesen Tag zu feiern. In Dorfgemeinschaften und im Familienkreis sitzt man vielleicht noch ein wenig zusammen bei leichter Unterhaltung. Restaurants haben an diesem hohen Feiertag weniger Betrieb als sonst und viele haben gar nicht geöffnet. Es ist kein Tag fĂŒr fröhliche oder gar laute Feiern.

290518

 

 

SONGKRAN, das thailÀndische Neujahr

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennenlernen".

Songkran ist das wohl bekannteste thailĂ€ndische Volksfest. Es wird gefeiert vom 13. – 15. April jeden Jahres.

Das Wort Songkran stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet den Beginn eines neuen Sonnenjahres. Der thailĂ€ndische Kalender begann frĂŒher am 13. April. Erst 1940 wurde in Thailand der Kalenderbeginn auf den 1. Januar umgestellt, um mit dem westlichen gleichzuziehen. Nach wie vor werden die Jahre in Thailand jedoch nach dem buddhistischen Zeitalter gezĂ€hlt. Die buddhistische Zeitrechnung beginnt 543 Jahre frĂŒher, als die christliche
Somit entspricht 2018 dem buddhistischen Jahr 2561. Auf Poststempeln wird so unter anderem das buddhistische Jahr angegeben, ebenso wie auf vielen Kalendern. Beide ZÀhlweisen sind heute im tÀglichen Leben der Thais gebrÀuchlich.

Am Vorabend des Songkran werden HĂ€user und Tempelanlagen besonders sorgfĂ€ltig gesĂ€ubert. Verschlissene Kleidung, HausmĂŒll und unbrauchbare Dinge werden auf dem Lande verbrannt, nach dem Glauben, daß diese alten Dinge, im neuen Jahr nur UnglĂŒck bringen.

Am Nachmittag des ersten Neujahrstages werden Buddhastatuen in einem zeremoniellen Bad gereinigt. Junge Leute betrĂ€ufeln Ă€lteren, meistens den Eltern und auch Mönchen, die HĂ€nde mit Duftwasser, als Zeichen des Respekts und erhoffen sich gleichzeitig ihren Segen. In frĂŒheren Tagen wurden Ă€ltere Leute sogar gebadet und mit neuen Kleidern versehen.

Ein weiterer Brauch ist auch das Freilassen von gefangenen Vögeln und Fischen. Man erhofft sich durch diese gute Tat, weiteren Segen. In Paklat, Phra Pradaeng, nahe Bangkok, veranstalten junge MĂ€dchen, festlich gekleidet, einen Umzug zum Fluß, um darin gefangenen Fischen ihre Freiheit wieder zu geben. Dieses geht auf den Ursprung zurĂŒck, als die Centralebene von einem Hochwasser heimgesucht wurde. Nachdem das Wasser zurĂŒckging, lagen zahlreiche Fische auf dem Trockenen. Die Fischer sammelten die Jungfische auf und hegten sie bis zum Songkrantag, um sie dann wieder dem Wasser zuzufĂŒhren. Zu diesem Umzug fahren in diesen Tagen viele junge MĂ€nner aus Bangkok, um hier vielleicht ihre Braut unter den hĂŒbschen MĂ€dchen zu entdecken.

Der Songkran ist aber auch ein Gedenktag an die Verstorbenen. In einer religiösen Zeremonie werden hierzu Urnen mit der Asche von Verstorbenen zu den Tempeln gebracht. Essengaben fĂŒr die Mönche gehören dazu. Die Mönche beten mit den Versammelten und erteilen fĂŒr Lebende und Tote ihren Segen.

Zu den Besonderheiten gehört, daß wĂ€hrend dieses Festes ĂŒberall mit Wasser herum gespritzt wird. Da der April zu den heißen Monaten Thailands gehört, empfinden es viele Thais als willkommene Erfrischung (wenigstens diejenigen, die auf gebĂŒgelte Kleidung, Make-up und Frisur nicht so viel Wert legen). Kinder "bewaffnen" sich mit großen Wasserpistolen und nĂ€ssen jeden, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringt. Auf Pickups werden große Wassertonnen geladen und von der LadeflĂ€che werden Passanten unter großem Geschrei mit Wasser ĂŒbergossen. Wahre Wasserschlachten entwickeln sich manchmal unter den verschiedenen "Spritzmannschaften" der verschiedenen Pickup Trucks. Tankwagen voll mit Wasser gefĂŒllt, fahren durch die Straßen und Passanten werden aus großen FeuerwehrschlĂ€uchen bespritzt. Obwohl das Fest durchaus religiösen Charakter hat, steht doch das VergnĂŒgen, der "Sanuk", im Vordergrund und alles in allem herrscht ausgelassene Karnevalsstimmung.

Das Songkran-Fest wird nicht nur in Thailand, ebenso in Burma, Laos und Kambodscha gefeiert.

04013018

 

 

MAKHA BUCHA TAG

FĂŒr Thailands Buddhisten ist am 1. MĂ€rz 2018 Makha Bucha

Aus unserer Pochana Thai Reihe:

"Damit Sie uns Thai ein wenig besser kennenlernen"

Der Makha Bucha Tag ist einer der wichtigsten buddhistischen Feiertage in Thailand. Er erinnert an zwei Ereignisse, die beide am gleichen Tag in einem Abstand von genau 45 Jahren stattfanden, zu Buddhas Lebzeiten.

Das erste Geschehnis war ein Zusammentreffen, genau 7 Monate nachdem Buddha mit seinen Lehren begann, vor 1.250 Mönchen aus allen Himmelsrichtungen. Hierbei wurden diese Mönche zum Priester geweiht. Das zweite Ereignis geschah genau 45 Jahre spĂ€ter, als "der Erleuchtete" kurz vor seinem Tod, seine Lehren und Ansichten der Nachwelt ĂŒbergab. Beide Tage waren Vollmondtage des Monats Makha, in der buddhistischen Pali-Sprache. Bucha bedeutet in Pali: Verehrung oder zu Ehren.

Der Makha Bucha Tag wird also zu Ehren Buddhas und seinen Lehren gefeiert, am Vollmondtag im 3. Mondmonat. Es ist ein bewegliches Fest und kann demnach auch im Februar stattfinden. An diesem Tag sind Banken und Behörden geschlossen.

Der Tag beginnt mit der "Almosen-Zeremonie". Die GlĂ€ubigen spenden Nahrungsmittel, Mönchsroben, Kerzen oder andere Geschenke, den Mönchen der Tempel in ihrer Umgebung. Danach beginnen die Mönche mit den Gebetslitaneien, ein Gesang, der fĂŒr westliche Ohren etwas eintönig und leiernd klingt. Dieser Gesang wird dem Ansehen des Tempels gewidmet, aber auch wird hiermit die Erleuchtung Buddhas verehrt.

Am Abend versammelt sich die Bevölkerung mit den Mönchen und den Novizen in der Tempelhalle, um sich auf die Außenprozession vorzubereiten. Jeder hĂ€lt Blumen, Kerzen oder RĂ€ucherstĂ€bchen in HĂ€nden. Der Abt der Tempelanlage beginnt mit alten traditionellen Litaneien, in die alle gemeinsam einstimmen, zu Ehren Buddhas und seinen Lehren. Nach diesen Gebeten werden die Kerzen und RĂ€ucherstĂ€bchen angezĂŒndet. Der Abt fĂŒhrt die Anwesenden, in der nun folgenden Prozession, dreimal im Uhrzeigersinn um den Chedi (Tempel, der eine besondere Buddhafigur beherbergt) herum. Danach löst sich die Versammlung ohne große Worte auf.

Am Makha Bucha Tag sollte sich jeder thailĂ€ndische Buddhist an die Prinzipien der Lehre erinnern. Dazu gehört, allem Bösen und rĂŒcksichtslosem Konsum abzuschwören und den Geist von weltlichen Dingen freizubekommen. Ebenso Freude an den alltĂ€glichen Dingen des Lebens haben, sorgfĂ€ltig und konzentriert angefangene Dinge im Leben zu Ende fĂŒhren.

Ein großer Respekt gebĂŒhrt gedanklich an diesem Tag auch den drei SĂ€ulen, auf denen der thailĂ€ndische Buddhismus steht: 1. Buddha, der große Lehrmeister 2. das Dhamma, die Weisheiten Buddhas und 3. die Sangha, der Mönchsorden Thailands.

 

03012018